In/Visible Endometriosis: Menstruation, Menopause, and Narrative Medicine
Das Projekt untersucht Patientinnengeschichten und öffentliche Darstellungen von Endometriose an der Schnittstelle von Gender Studies, Kulturwissenschaften, narrativer Medizin und Altersforschung.
Grazer Kooperationspartnerin: Univ.-Prof.in Dr.in Ulla Kriebernegg, Zentrum für Interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung
Junior Fellow: Alekszandra Rokvity, MA
Incoming Senior Fellow: Assoc. Prof.in Dr.in Anita Wohlmann, University of Southern Denmark (SDU)
Incoming Junior Fellow: Laura Sigmund, MA
Projektdauer: Juni 2023 - Dezember 2024
In/Visible Endometriosis: Menstruation, Menopause, and Narrative Medicine
Projektbeschreibung
Endometriose ist eine wenig erforschte und scheinbar unsichtbare Krankheit, die eng mit dem weiblichen Menstruationszyklus zusammenhängt und damit ein Tabuthema ist. Dadurch, dass sie unsichtbar ist, fehlt den Patientinnen, die an Endometriose leiden, auch die Sichtbarkeit. Das interdisziplinäre Projekt untersucht Patientinnengeschichten und öffentliche Darstellungen von Endometriose an der Schnittstelle von Gender Studies, Kulturwissenschaften, narrativer Medizin und Alternsforschung. Es bringt Geisteswissenschaftler*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen, Fachleute aus dem Gesundheitswesen und Expert*innen für öffentliche Gesundheit zusammen.
Das Projekt wird (1) die ästhetischen und rhetorischen Strategien analysieren, die in Patientinnenerzählungen verwendet werden, um kulturelle Tabus und medizinische Vorurteile zu überwinden, (2) im Gegensatz zu vergleichbaren Forschungsprojekten die Bedeutung der Endometriose im gesamten weiblichen Lebensverlauf von der Menarche bis zur Postmenopause berücksichtigen und (3) zur Verbesserung der geschlechtsspezifischen Gesundheitsversorgung beitragen, indem es mehr Sichtbarkeit für die oft unsichtbaren kulturellen Prozesse schafft, die sich auf die Diagnostik und die soziale Anerkennung auswirken. Das Projekt wird das Feld der Gender- und Alternsforschung in Graz sowie (inter)national stärken, indem es lokale und internationale Nachwuchswissenschaftler*innen fördert und internationale Fellows und deren Forschungsnetzwerke einbezieht.
Konferenz-Programm: