Prof.in Dr.in Annette Weissenrieder
Annette Weissenrieder bringt ein national und international renommiertes Forschungsprofil im Bereich der Exegese des Neuen Testaments und der neutestamentlichen Anthropologie im Besonderen mit. Sie publiziert und lehrt regelmäßig zu Gender-Themen und ist zudem Autorin des wichtigsten Quellenbuches zu „Körper und Verkörperung“ im Kontext antiker Medizin und Philosophie. Seit 2017 ist sie Professorin und Leiterin des An-Instituts Corpus Hellenisticum für Bibelwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und konnte bereits davor über diverse Auslandsaufenthalte eine herausragende internationale Sichtbarkeit und Vernetzung erreichen. Sie hat eine unerlässliche (alt-)philologische Kompetenz, die neben den griechischen Texten des Neuen Testaments auch deren lateinische Übersetzung in der Vetus Latina in den Blick nimmt. Auch ihr religionsgeschichtlicher Ansatz, der die neutestamentlichen Text und Konzepte als Teil der spätantiken Diskurse versteht und darin kontextualisiert, sowie ihre profunde Kenntnis neuerer Theorien (z.B. Maurice Merleau-Ponty, Michel Foucault, Judith Butler) wird für die Durchführung des Projekts unentbehrlich sein. Sie hat zudem Numismatik (Münzkunde) und antike Kunst studiert und versucht, Bildwissenschaften in den exegetischen Methodenkanon zu etablieren. Sie ist Mit-Herausgeberin der Zeitschriften „Religion in the Roman Empire“ und „Verkündigung und Forschung“. Seit 2008 leistet sie im internationalen Kontext durch Einwerbung von Drittmitteln (bspw. der Templeton Foundation) und Durchführung von Konferenzen zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses (in Zusammenarbeit mit Stefan Krauter von der Universität Zürich) bei der Betreuung von Promovend*innen im neutestamentlichen und altphilologischen Forschung ihren Beitrag.