Prof.in Dr.in Mira Sievers
Mira Sievers gehört im nationalen und internationalen Vergleich zu den vielversprechendsten Forscherinnen innerhalb der Islamischen Theologie, einem Fach, welches sich erst seit etwas mehr als zehn Jahren als akademische Disziplin formiert und konstituiert (hat). Als Juniorprofessorin für Islamische Glaubensgrundlagen, Philosophie und Ethik am Berliner Institut für Islamische Theologie der Humboldt-Universität zu Berlin prägt sie die Etablierung dieses neu gegründeten Instituts als einem der wichtigsten Universitätsstandorte der Islamischen Theologie Deutschlands entscheidend mit. Ihr Forschungsprofil verbindet exegetische, hermeneutisch, philosophische und ethische Zugänge. Dementsprechend umfassen ihr Forschungsschwerpunkte Systematische Theologie (Kalām) bzw. Glaubenslehre (ʿAqīda), islamische Ethik, Koran und Koranauslegung, Gender in der Islamischen Theologie sowie interreligiöse Forschung. Die Qualität und der innovative Charakter ihrer Forschung würde jüngst durch die Verleihung des Berliner Wissenschaftspreises (Kategorie Nachwuchs) sowie die Aufnahme in die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ausgezeichnet. Im Dezember 2022 wurde Mira Sievers frühzeitig positiv zwischenevaluiert und damit formal ihre Habilitationsäquivalenz festgestellt. Es ist zu erwarten, dass auch die Endevaluation früher, spätestens in 1 bis 2 Jahren, erfolgen wird. Genderfragen haben einen festen Ort in Forschung und Lehre von Mira Sievers, was sich u.a. in ihrer Zweitmitgliedschaft am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der HU Berlin institutionell
manifestiert. Seit 2021 ist sie zudem Vorstandssprecherin in der Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien und seit 2020 Beisitzerin im Vorstand der European Society of Women in Theological Research. Darüber hinaus sind noch einschlägige Erfahrungen im Bereich der Durchführung und Koordination von Drittmittelprojekten unterschiedlicher Förderinstitutionen, der Betreuung von Promovend*innen sowie der Planung und Durchführung von gezielten Maßnahmen zur Nachwuchsförderung einerseits und Wissenschaftskommunikation andererseits zu nennen. Damit wird Mira Sievers zweifelsohne für alle Bereiche des Fellowship-Programms, Forschung – Vernetzung – Nachwuchsförderung, wichtige Beiträge leisten.